
Stipendium für Auszubildende: Welche Möglichkeiten gibt es?
Wenn du an ein Stipendium denkst, hast du vielleicht zuerst Studierende im Kopf.
Universität. Bachelor. Master. Promotion.
Aber Ausbildung?
Vielleicht hast du dich deshalb bisher gar nicht gefragt, ob du als Auszubildende:r überhaupt ein Stipendium bekommen kannst.
Die Antwort lautet: Ja.
Und die Möglichkeiten sind inzwischen größer, als viele denken.
Seit 2024 haben sich die 13 vom Bund geförderten Begabtenförderungswerke auch für Auszubildende geöffnet. Sie bieten eigene Förderprogramme an oder kooperieren mit Einrichtungen der beruflichen Bildung. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Unterstützung, sondern auch um Workshops, Mentoring, Austausch und persönliche Entwicklung.
Daneben gibt es staatliche Stipendien wie das Weiterbildungsstipendium und das Aufstiegsstipendium, die vor allem nach der Ausbildung interessant werden.
Ein Stipendium ist also längst nicht nur etwas für Studierende.
Aber was musst du als junger Mensch eigentlich mitbringen?
Und worauf kommt es bei einer Bewerbung an?
Stipendien für Azubis sind noch relativ neu
Dass Auszubildende von den Begabtenförderungswerken gefördert werden, ist eine vergleichsweise neue Entwicklung.
Die 13 Begabtenförderungswerke haben traditionell vor allem Studierende und Promovierende gefördert. Inzwischen gehören auch Auszubildende ausdrücklich zur Zielgruppe. Die Angebote unterscheiden sich dabei je nach Werk: Manche bieten eigene Stipendien an, andere arbeiten mit Partnern aus der beruflichen Bildung zusammen.
Und dein Ausbildungsberuf ist dabei nicht automatisch entscheidend.
Ob Handwerk, Labor, Büro, Pflege, Verwaltung, Technik oder ein anderer staatlich anerkannter Ausbildungsberuf: Grundsätzlich kann eine Bewerbung interessant sein. Viel wichtiger ist, was du aus deinem Weg machst und was dich als Person auszeichnet.
Was ist überhaupt ein Stipendium?
Ein Stipendium ist zunächst einmal eine Förderung, die dich finanziell oder ideell unterstützt.
Bei einem Ausbildungsstipendium kann das beispielsweise bedeuten, dass du monatlich zusätzlich Geld erhältst.
Aber genau hier liegt ein wichtiger Punkt:
Ein Stipendium ist mehr als Geld.
Bei den Begabtenförderungswerken gehören beispielsweise Bildungsangebote, persönliche Begleitung, Austausch und Netzwerke zur Förderung.
Du bekommst also im besten Fall nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern Menschen und Möglichkeiten, die dich auf deinem weiteren Weg begleiten.
Das kann gerade während einer Ausbildung spannend sein.
Denn vielleicht weißt du heute noch gar nicht genau, wohin dein beruflicher Weg später führen soll.
Diese Vorteile wiegen meist schwerer als die eigentliche finanzielle Förderung. Es öffnen sich Türen für dich, die sich sonst nie öffnen würden.
Zum Beispiel sind in den Netzwerken der Förderprogramme viele einflussreiche Leute unterwegs, wie zum Beispiel Geschäftsführer, oder bekannte Politiker. Du kannst dich einfach mit ihnen vernetzen und wer weiß, wo das hinführt...
Welche Stipendien gibt es für Auszubildende?
Die erste wichtige Anlaufstelle sind die 13 Begabtenförderungswerke.
Sie werden vom Bund unterstützt und haben unterschiedliche politische, religiöse, gesellschaftliche oder weltanschauliche Profile.
Dazu gehören beispielsweise die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Hanns-Seidel-Stiftung, die Hans-Böckler-Stiftung, das Cusanuswerk, das Evangelische Studienwerk Villigst, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und weitere Werke.
Die Werke sind unterschiedlich.
Und genau das kann für dich ein Vorteil sein.
Denn du musst nicht in ein einziges „Stipendiatenbild“ passen.
Vielleicht interessierst du dich besonders für soziale Themen.
Vielleicht engagierst du dich gewerkschaftlich.
Vielleicht bist du politisch interessiert.
Vielleicht ist dir Religion wichtig.
Vielleicht möchtest du dich für Umwelt- und Gesellschaftsthemen einsetzen.
Oder du bist einfach jemand, der Verantwortung übernimmt, neugierig ist und sich Gedanken darüber macht, was in seinem Umfeld passiert.
Die verschiedenen Werke haben unterschiedliche Profile und Werte. Gleichzeitig gibt es eine gemeinsame Grundlage: Demokratie, Offenheit, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung.
Du musst nicht „perfekt“ sein
Eine Sache möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben:
Du brauchst nicht den perfekten Lebenslauf.
Auch bei den Begabtenförderungswerken geht es nicht darum, eine bestimmte Notenzahl zu erreichen und damit automatisch ein Stipendium zu bekommen.
Es ist kein Einser-Schnitt notwendig. Entscheidend ist das Gesamtbild aus Leistung, Engagement, Persönlichkeit, Neugier und Verantwortungsbereitschaft.
Das bedeutet natürlich nicht, dass deine Leistungen egal sind.
Wenn du deine Ausbildung sehr gut machst, ist das ein Pluspunkt.
Aber eine gute Note erzählt eben noch nicht, wer du bist.
Und genau das interessiert die Begabtenförderungswerke.
Was zählt bei einem Stipendium für Azubis?
Es gibt keine allgemeine Checkliste, die für jedes Stipendium gilt.
Aber einige Dinge tauchen immer wieder auf.
1. Deine Leistungen
Natürlich spielt eine gute Leistung eine Rolle.
Du solltest zeigen können, dass du deine Ausbildung ernst nimmst, dich weiterentwickeln möchtest und in deinem Bereich etwas erreichen willst.
Dabei geht es nicht zwingend darum, Klassenbeste:r zu sein.
Viel interessanter kann auch sein:
Was hast du aus deinen Möglichkeiten gemacht?
Vielleicht hast du dich in einem schwierigen Fach stark verbessert.
Vielleicht hast du zusätzliche Verantwortung im Betrieb übernommen.
Vielleicht hast du eine besondere Aufgabe bekommen, weil man dir etwas zutraut.
Vielleicht hast du dich fachlich über den Unterricht hinaus weitergebildet.
Auch solche Dinge können etwas über deine Motivation und deine Entwicklung erzählen.
2. Dein Engagement
Gesellschaftliches Engagement spielt bei vielen Begabtenförderungswerken eine wichtige Rolle. Die gemeinsame Plattform der Werke nennt ausdrücklich Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, als zentrale Kriterien.
Aber:
Engagement bedeutet nicht automatisch Ehrenamt im klassischen Sinne.
Vielleicht engagierst du dich in einem Verein.
Vielleicht trainierst du eine Jugendmannschaft.
Vielleicht hilfst du jüngeren Menschen in deiner Berufsschule.
Vielleicht bist du in der Jugendvertretung deines Betriebs aktiv.
Vielleicht engagierst du dich in deiner Gemeinde.
Vielleicht setzt du dich für ein gesellschaftliches Thema ein.
Oder du übernimmst regelmäßig Verantwortung für andere Menschen.
Es lohnt sich deshalb, nicht nur zu überlegen:
„Habe ich ein Ehrenamt?“
Sondern:
„Wo übernehme ich Verantwortung für andere?“
Das kann eine viel bessere Frage sein.
3. Deine Persönlichkeit
Und genau hier wird es für eine Stipendienbewerbung interessant.
Denn zwei Menschen können dieselbe Ausbildung machen, ähnlich gute Noten haben und trotzdem völlig unterschiedliche Persönlichkeiten sein.
Was interessiert dich?
Was treibt dich an?
Wofür kannst du dich begeistern?
Welche Erfahrungen haben dich geprägt?
Was möchtest du lernen?
Was möchtest du verändern?
Worin bist du gut?
Und vielleicht genauso wichtig:
Was fällt dir nicht leicht?
Eine überzeugende Bewerbung muss nicht den Eindruck vermitteln:
„Ich kann alles und bin in jeder Hinsicht außergewöhnlich.“
Im Gegenteil.
Eine reflektierte Bewerbung kann viel glaubwürdiger sein.
4. Deine Haltung
Bei den Begabtenförderungswerken geht es auch um Werte.
Die 13 Werke haben unterschiedliche Profile, aber eine gemeinsame Wertebasis, die Demokratie, Menschenrechte, Offenheit, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung betont.
Deshalb solltest du dich vor einer Bewerbung fragen:
Welches Förderwerk passt eigentlich zu mir?
Nicht:
„Bei welchem bekomme ich am meisten Geld?“
Sondern:
„Mit welchen Themen und Werten kann ich mich identifizieren?“
Das ist ein großer Unterschied.
Denn ein Stipendium besteht nicht nur aus einer finanziellen Förderung.
Wenn du später an Seminaren teilnimmst, dich mit anderen Stipendiat:innen austauschst und Teil eines Netzwerks wirst, solltest du dich dort auch wohlfühlen.
5. Deine Neugier
Ein Punkt, der leicht unterschätzt wird:
Du musst nicht nur in deiner Ausbildung gut sein.
Die Begabtenförderungswerke interessieren sich auch dafür, ob du über deinen eigenen Tellerrand hinausblickst.
Was interessiert dich außerhalb deines Berufs?
Liest du gerne?
Interessierst du dich für Politik?
Technik?
Gesellschaft?
Kultur?
Sport?
Umwelt?
Wirtschaft?
Oder gibt es ein Thema, über das du dich stundenlang unterhalten könntest?
Du musst dabei nicht zehn verschiedene Hobbys haben.
Aber es kann zeigen, dass du neugierig bist und dich mit deiner Umwelt auseinandersetzt.
Muss ich mich politisch engagieren?
Nein.
Du musst nicht Mitglied einer Partei sein, um dich bei einem politischen Begabtenförderungswerk zu bewerben.
Aber du solltest dich mit dem Profil des jeweiligen Werkes auseinandersetzen und dich damit identifizieren können.
Die 13 Werke haben unterschiedliche politische, religiöse, gewerkschaftliche, wirtschaftsnahe oder weltanschauliche Schwerpunkte.
Deshalb lohnt es sich, nicht einfach dieselbe Bewerbung an fünf verschiedene Werke zu schicken.
Die Frage sollte vielmehr sein:
Welches Förderwerk passt zu meiner Person und meinen Überzeugungen?
Und was ist mit anderen staatlichen Stipendien?
Neben den Begabtenförderungswerken gibt es weitere Stipendien, die gerade für Menschen mit beruflicher Ausbildung interessant sind.
Hier sind vor allem zwei Programme der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) wichtig.
Das Weiterbildungsstipendium
Das Weiterbildungsstipendium richtet sich an junge Menschen, die eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und sich anschließend weiterqualifizieren möchten.
Gefördert werden beispielsweise fachliche Weiterbildungen, Aufstiegsfortbildungen wie Meister:in oder Techniker:in, fachübergreifende Kurse und unter bestimmten Voraussetzungen auch berufsbegleitende Studiengänge.
Aktuell können innerhalb von maximal drei Jahren insgesamt knapp 10.000 Euro Förderung beantragt werden. Pro Maßnahme ist ein Eigenanteil von 10 Prozent vorgesehen.
Für das Weiterbildungsstipendium musst du also nicht mehr mitten in deiner Ausbildung sein.
Es ist vor allem interessant für den nächsten Schritt danach.
Das Aufstiegsstipendium
Du möchtest nach deiner Ausbildung vielleicht sogar studieren?
Auch dafür gibt es einen Weg.
Das Aufstiegsstipendium richtet sich an Berufserfahrene mit abgeschlossener Berufsausbildung beziehungsweise Aufstiegsfortbildung, die ein erstes Hochschulstudium aufnehmen möchten.
Vorausgesetzt werden unter anderem mindestens zwei Jahre Berufserfahrung und besondere berufliche Leistungen.
Bei einem Vollzeitstudium beträgt die Förderung aktuell ca. 1.000 Euro monatlich. Für ein berufsbegleitendes Studium sind es knapp 3.000 Euro pro Kalenderjahr.
Das zeigt ziemlich deutlich:
Eine Ausbildung kann ein Anfang sein – und kein Endpunkt.
Du kannst eine Ausbildung machen, Berufserfahrung sammeln und später noch studieren.
Kein Stipendium, aber trotzdem muss Geld her?
Dann ist ein Stipendium möglicherweise gar nicht die passende Lösung.
Wenn deine Ausbildungsvergütung nicht für deinen Lebensunterhalt reicht, gibt es andere staatliche Unterstützungen.
Bei einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) infrage kommen.
Bei bestimmten schulischen Ausbildungen kann Schüler-BAföG möglich sein.
Auch ein Mobilitätszuschuss kann unter bestimmten Voraussetzungen interessant sein, wenn deine Ausbildung weit von deinem Heimatort entfernt stattfindet.
Das sind zwar keine Stipendien.
Aber wenn du gerade vor der Frage stehst:
„Wie soll ich meine Ausbildung finanzieren?“
solltest du diese Möglichkeiten unbedingt mitprüfen.
Was kannst du als junger Mensch tun, um für ein Stipendium interessant zu sein?
Jetzt kommt wahrscheinlich der Teil, der für dich am wichtigsten ist.
Denn vielleicht liest du gerade all diese Voraussetzungen und denkst:
„Okay. Aber was soll ich jetzt konkret machen?“
Meine Antwort wäre:
Versuche nicht, künstlich „stipendienwürdig“ zu werden.
Das funktioniert meistens nicht besonders gut.
Wenn du plötzlich zwei Monate vor der Bewerbung ein Ehrenamt beginnst, nur damit es im Lebenslauf steht, ist das wahrscheinlich weniger überzeugend als ein Engagement, das wirklich zu dir passt.
Viel sinnvoller ist es, deinen Alltag bewusster wahrzunehmen.
Schau dich in deinem Ausbildungsbetrieb um
Übernimm Verantwortung, wenn sich eine Möglichkeit ergibt.
Vielleicht kannst du:
- neue Azubis unterstützen,
- bei Projekten mitarbeiten,
- Verantwortung für eine Aufgabe übernehmen,
- dich in der Jugend- und Auszubildendenvertretung engagieren,
- eigene Ideen einbringen,
- bei Verbesserungen im Betrieb mitwirken.
Du musst dafür keine Führungsposition haben.
Manchmal sagt auch eine kleine Aufgabe viel über einen Menschen aus.
Engagiere dich dort, wo es zu dir passt
Wenn du dich engagieren möchtest, such nicht nach dem beeindruckendsten Ehrenamt.
Such nach etwas, das dich interessiert.
Sportverein.
Jugendarbeit.
Feuerwehr.
Umweltschutz.
Soziales.
Kultur.
Politik.
Nachbarschaft.
Oder etwas ganz anderes.
Die Frage ist nicht:
„Was sieht in meinem Lebenslauf am besten aus?“
Sondern:
„Wo möchte ich tatsächlich etwas beitragen?“
Denn genau diese Motivation kannst du später auch glaubwürdig erklären.
Du musst nicht erst außergewöhnlich werden
Vielleicht denkst du gerade:
„Aber ich mache doch gar nichts Besonderes.“
Dann lohnt sich ein zweiter Blick.
Vielleicht kümmerst du dich regelmäßig um deine Großeltern.
Vielleicht arbeitest du nebenbei im Verein.
Vielleicht hilfst du einem jüngeren Geschwisterkind bei Problemen.
Vielleicht bist du die Person, die im Betrieb immer einspringt, wenn jemand Unterstützung braucht.
Vielleicht hast du früh Verantwortung übernehmen müssen.
Vielleicht hast du eine schwierige Situation gemeistert und daraus viel gelernt.
Nicht alles davon sieht auf den ersten Blick nach „Engagement“ aus.
Aber es kann etwas über dich erzählen.
Und genau darum geht es bei einer guten Bewerbung.
Was für dich selbstverständlich ist, kann für eine Auswahlkommission interessant sein.
Was zählt am Ende wirklich?
Wenn du dich für ein Stipendium interessierst, würde ich mich nicht nur fragen:
„Bin ich gut genug?“
Sondern:
- Was kann ich gut?
- Wo übernehme ich Verantwortung?
- Was interessiert mich?
- Wofür setze ich mich ein?
- Was habe ich in meiner Ausbildung gelernt?
- Was möchte ich noch lernen?
- Welche Erfahrungen haben mich geprägt?
- Welche Werte sind mir wichtig?
- Was möchte ich in Zukunft erreichen?
Denn ein Stipendium ist nicht einfach eine Belohnung für gute Noten.
Gerade die Begabtenförderungswerke suchen Menschen, die Leistung mit Engagement, Persönlichkeit, Neugier und Verantwortungsbereitschaft verbinden.
Fazit: Auch als Azubi lohnt sich der Blick auf Stipendien
Wenn du eine Ausbildung machst, solltest du Stipendien nicht automatisch von deiner Liste streichen.
Im Gegenteil.
Die Förderlandschaft für berufliche Bildung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Die 13 Begabtenförderungswerke fördern inzwischen auch Auszubildende – mit unterschiedlichen Profilen und Angeboten. Dazu kommen staatliche Programme wie das Weiterbildungsstipendium und das Aufstiegsstipendium für den weiteren beruflichen oder akademischen Weg.
Dabei geht es nicht nur darum, die besten Noten zu haben.
Es geht um das Gesamtbild.
Deine Leistungen.
Dein Engagement.
Deine Interessen.
Deine Persönlichkeit.
Deine Werte.
Und vor allem darum, was du aus deinem eigenen Weg machst.
Vielleicht ist deine Ausbildung genau der Weg, der zu dir passt.
Vielleicht möchtest du danach Meister:in werden.
Vielleicht möchtest du dich weiterbilden.
Vielleicht möchtest du irgendwann studieren.
Oder vielleicht weißt du das heute noch gar nicht.
Du musst auch nicht alles schon wissen.
Aber wenn du neugierig bist, Verantwortung übernimmst und deinen Weg aktiv gestalten möchtest, lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen.
Denn ein Stipendium ist nicht nur etwas für Studierende. Und vielleicht auch etwas für dich.
Häufige Fragen zum Stipendium für Auszubildende
Kann man als Azubi ein Stipendium bekommen?
Ja. Seit 2024 fördern die vom Bund unterstützten Begabtenförderungswerke auch Auszubildende. Dabei gibt es sowohl eigene Stipendienprogramme als auch Kooperationen mit Trägern der beruflichen Bildung.
Brauche ich einen 1,0-Schnitt?
Nein. Ein einheitlicher Einser-Schnitt ist keine Voraussetzung für die Begabtenförderung. Leistungen sind wichtig, aber auch Engagement, Persönlichkeit, Neugier und gesellschaftliches Interesse zählen.
Muss ich ehrenamtlich engagiert sein?
Engagement spielt bei den Begabtenförderungswerken eine wichtige Rolle. Was als Engagement gilt und wie stark es gewichtet wird, unterscheidet sich jedoch. Deshalb solltest du dein eigenes Engagement nicht vorschnell als „zu wenig“ bewerten.
Gibt es staatliche Stipendien nach der Ausbildung?
Ja. Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge Fachkräfte nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung bei Weiterbildungen. Das Aufstiegsstipendium richtet sich an Berufserfahrene, die ein erstes Hochschulstudium aufnehmen möchten.
Was ist der Unterschied zwischen einem Stipendium und BAB?
BAB ist eine staatliche Ausbildungsförderung und kein klassisches Stipendium. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen während einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung als monatlicher Zuschuss zum Lebensunterhalt gezahlt werden.
Kann ich nach einer Ausbildung noch studieren?
Ja. Eine abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung können unter bestimmten Voraussetzungen sogar den Zugang zu einem Studium und zu einer Förderung wie dem Aufstiegsstipendium ermöglichen.

Noch nie davon gehört zuvor, aber dumm, wenn man es nicht wahrnimmt
Schlägt sich der Ruf des Betriebes in der Bewerbung niedre?